Mobile Friendliness als Google Ranking-Faktor

Mit der zunehmenden Verbreitung von mobilen Endgeräten ist der Anteil der mobilen Internetnutzung und damit auch der mobilen Suchanfragen in den vergangenen Jahren weltweit kontinuierlich gestiegen. Die Customer Journey bezieht immer stärker Mobilgeräte mit ein. Die Nutzung von mobilen Geräten als Plattform hat sich zwischen August 2013 und August 2015 weltweit mehr als verdoppelt, während der Anteil von Desktop dementsprechend immer weiter sinkt.


Um sich der Entwicklung anzupassen, optimiert der Suchmaschinenriese Google regelmäßig mittels Updates die mobilen Suchergebnisse. So wurde im November 2014 für mobil-optimierte Websites der Hinweis "Für Mobilgeräte" eingeführt.

Am 21. April 2015 begann dann das Rollout des Google Mobile Updates, was sich im Internet auch als "Mobilegeddon" publizierte. Google bewertet dabei die Mobilfähigkeiten von Websites für das Ranking. Mobil-optimierte Websites werden in den organischen Suchergebnissen bevorzugt und entsprechend besser gerankt als nicht-mobil-optimierte Seiten. Obwohl die Folgen von "Mobilegeddon" letztendlich nicht das Ausmaß hatten, den der Hashtag, unter dem das Update firmierte, im Vorhinein befürchten ließ, waren einige direkte Auswirkungen des Rollouts zu erkennen. Zu bemerken war unter anderem, dass durch das Update ein beträchtlicher Anteil an Domains reagierte und ihre Seiten auf "mobile-friendly" umgestellt hat. Jedoch haben Unternehmen mit einer unzureichenden mobil optimierten Website aufgrund der Veränderungen rund 10 Prozent ihres Traffics verloren.

Am 02. November 2015 kam hinzu, dass Google URLs, die Fullpage-Interstitials beziehungsweise Overlays ausspielen und damit den Seiteninhalt überlagern, als nicht "mobile-friendly" einstuft.

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Quelle: Searchmetrics GmbH

Um eine Seite "mobile-friendly" zu gestalten, ist es nötig, eine optimale User Experience auch für jene Nutzer anzubieten, welche die Website mit einem Mobilgerät abrufen. Zwei der wichtigsten Faktoren hierbei sind die kleinere Bildschirmgröße sowie die Touch-Navigation anstelle des viel präziseren Mauszeigers am Desktop oder Laptop. Auch spielen Design- und Layout-Entscheidungen eine Rolle.

Laut Google muss der Googlebot folgende Kriterien erkennen können, damit eine Website das Label "Für Mobilgeräte" erhält:

  • Unübliche Software wie Flash wird für Mobilgeräte vermieden
  • Der Text kann ohne Zoomen gelesen werden
  • Die Größe des Contents wird an den jeweiligen Bildschirm angepasst, sodass Nutzer nicht horizontal scrollen oder zoomen müssen
  • Der Abstand zwischen Links ist groß genug, damit Nutzer problemlos auf den gewünschten Link tippen können

Die mobilen Rankingfaktoren befanden und befinden sich im Jahr 2015 im Umbruch, da nicht nur das Google Update, sondern auch die Anpassungen vieler Websites hin zur "Mobile Friendliness" und die damit verbundenen Rankingverschiebungen die Daten stark beeinflussen. Langfristig gesehen kommen Unternehmen nicht daran vorbei, ihre Websites "mobile-friendly" zu gestalten. Auch wird es weiterhin Algorithmus-Änderungen der Suchmaschinen sowie neue relevante Endgeräte zu berücksichtigen geben.


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